Die Umbaumöglichkeiten für die Xbox 360 unterschieden sich in den ersten Jahren nach dem Konsolenstart deutlich von denen der ursprünglichen Xbox. Ausschlaggebend war vor allem, welches DVD-Laufwerk in der jeweiligen Konsole verbaut war. Je nach Laufwerkstyp kamen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Firmwareflash, SATA-Mod oder der NME-360-Modchip.
Firmwareflash der Xbox-360-DVD-Laufwerke
Beim Firmwareflash wird die Firmware des DVD-Laufwerks durch eine neue Version ersetzt. Das Verfahren funktionierte ausschließlich mit Toshiba-Samsung- und Hitachi-Laufwerken; für das Philips-Laufwerk gab es zu dieser Zeit noch keine entsprechende Lösung. Die aufgespielte Firmware wurde in der Szene unter der Bezeichnung Xtreme-Firmware gehandelt.
SATA-Mod: dauerhafte Verbindung zum PC
Der SATA-Mod ging einen Schritt weiter als der reine Firmwareflash. Dabei wurden zwei zusätzliche Kabel in die Konsole eingebaut, die von außen zugänglich blieben. Über ein Anschlusskabel ließ sich die Xbox 360 anschließend jederzeit mit einem PC verbinden, um eine neue Laufwerksfirmware aufzuspielen oder Spieledaten auszulesen. Auch dieser Mod war auf Toshiba-Samsung-Laufwerke beschränkt.
Kombination aus Firmwareflash und SATA-Mod
Beide Verfahren ließen sich auch in einem Arbeitsschritt kombinieren. Für Toshiba-Samsung-Laufwerke galt diese Kombination als besonders sinnvoll, da so die Vorteile beider Methoden zusammenkamen: direkt lauffähige Sicherungskopien und eine dauerhafte PC-Anbindung für spätere Firmware-Updates.
Der NME-360-Modchip
Der NME-360 gilt als einer der ersten reinen Hardware-Modchips für die Xbox 360. Anders als beim Firmwareflash griff er nicht in die Software des Laufwerks ein, sondern patchte es auf Hardwareebene, wodurch das ursprüngliche BIOS der Konsole unverändert blieb. Eine Auto-Detection-Funktion erkannte selbstständig, ob sich ein Originalspiel oder eine Sicherungskopie im Laufwerk befand, und deaktivierte den Chip bei Originaldatenträgern automatisch, ohne dass ein externer Schalter nötig war.
Welches DVD-Laufwerk steckt in der Konsole?
Für die Wahl des passenden Verfahrens war die Kenntnis des verbauten Laufwerkstyps entscheidend. In der Praxis kamen drei Hersteller zum Einsatz.
Toshiba-Samsung
Dieses Laufwerk galt seinerzeit als am besten geeignet für Modding und Sicherungskopien. Kopien liefen unmittelbar, und das Auslesen von ISO-Dateien sowie Sicherheitssektoren war mit der XTRM-Firmware ohne größere Probleme möglich. Für dieses Laufwerk wurde in der Regel der SATA- beziehungsweise der kombinierte SATA-Complete-Mod empfohlen, da eine PC-Verbindung als sinnvoll galt.
Hitachi
Von Hitachi existierten mehrere Modellvarianten, nummeriert als 32, 36, 46, 47 und 59. Dieses Laufwerk galt im Umgang mit Sicherungskopien als anspruchsvoller: Nicht jede Kopie lief direkt, teils musste ein erzwungener Reset des Dashboards vorgenommen werden, und nicht jeder Brenner beziehungsweise Rohling war geeignet. Das Auslesen kompletter Spiele war mit Hitachi-Laufwerken nicht möglich, lediglich das Modell 47 erlaubte das Auslesen der Sicherheitssektoren. Ein SATA-Mod ergab deshalb nur bei diesem Laufwerkstyp Sinn. Damit ein PC das Laufwerk überhaupt erkannte, musste es zusätzlich in den sogenannten Mode B versetzt werden, wofür ein Connectivity-Kit benötigt wurde. Für das Brennen wurde ein Pioneer-Brenner (Pioneer-111) empfohlen, als Rohlingsmarken kamen Verbatim und Platinum infrage, jeweils als DVD-DL+.
Philips
Für das Philips-Laufwerk existierte zum damaligen Zeitpunkt kein Umbauverfahren.
Laufwerk vor dem Kauf erkennen
Da sich die drei Laufwerkstypen äußerlich kaum unterscheiden ließen, griffen Käufer auf ein einfaches Merkmal zurück: den Barcode auf der Verpackung, der auch bei ungeöffneten Kartons von außen sichtbar war. Ein dichter, dunkler Barcode deutete auf ein Samsung-Laufwerk hin, ein hellerer Barcode mit mehr Freiraum zwischen den Strichen auf ein Hitachi-Laufwerk. Eine hundertprozentige Sicherheit bot diese Methode allerdings nicht, sie diente lediglich als grobe Orientierung vor dem Kauf.
Häufig gestellte Fragen
Welche Xbox-360-Laufwerke gab es, und worin unterschieden sie sich?
Im Umlauf waren drei Laufwerkstypen: Toshiba-Samsung, Hitachi (in den Modellvarianten 32, 36, 46, 47 und 59) und Philips. Sie unterschieden sich vor allem darin, wie zuverlässig Sicherungskopien liefen und welche Mod-Verfahren überhaupt möglich waren. Für das Philips-Laufwerk gab es keine Lösung.
Was macht den NME-360-Modchip besonders?
Der NME-360 patchte das DVD-Laufwerk auf Hardwareebene, statt dessen Firmware zu verändern, sodass das Original-BIOS der Konsole unangetastet blieb. Eine Auto-Detection-Funktion erkannte automatisch, ob eine Originaldisc oder eine Sicherungskopie eingelegt war, und schaltete sich bei Originalen selbstständig ab, ohne externen Schalter.
Wie ließ sich vor dem Kauf erkennen, welches Laufwerk verbaut war?
Über den Barcode auf der Verpackung: Ein dichter, dunkler Barcode sprach für ein Samsung-Laufwerk, ein hellerer Barcode mit größeren Abständen für ein Hitachi-Laufwerk. Der Barcode war meist auch bei ungeöffneten Kartons von außen erkennbar, eine hundertprozentige Garantie bot das Merkmal aber nicht.
Worin unterschieden sich Firmwareflash und SATA-Mod?
Der Firmwareflash ersetzte ausschließlich die Firmware des DVD-Laufwerks. Der SATA-Mod ging weiter und verbaute zwei von außen zugängliche Kabel, über die die Konsole dauerhaft mit einem PC verbunden werden konnte, um Firmware erneut aufzuspielen oder Spieledaten auszulesen. Bei Hitachi-Laufwerken musste dafür zusätzlich der Mode B aktiviert werden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Xbox-360-Laufwerke gab es, und worin unterschieden sie sich?
Im Umlauf waren drei Laufwerkstypen: Toshiba-Samsung, Hitachi (in den Modellvarianten 32, 36, 46, 47 und 59) und Philips. Sie unterschieden sich vor allem darin, wie zuverlässig Sicherungskopien liefen und welche Mod-Verfahren überhaupt möglich waren. Für das Philips-Laufwerk gab es keine Lösung.
Was macht den NME-360-Modchip besonders?
Der NME-360 patchte das DVD-Laufwerk auf Hardwareebene, statt dessen Firmware zu verändern, sodass das Original-BIOS der Konsole unangetastet blieb. Eine Auto-Detection-Funktion erkannte automatisch, ob eine Originaldisc oder eine Sicherungskopie eingelegt war, und schaltete sich bei Originalen selbstständig ab, ohne externen Schalter.
Wie ließ sich vor dem Kauf erkennen, welches Laufwerk verbaut war?
Über den Barcode auf der Verpackung: Ein dichter, dunkler Barcode sprach für ein Samsung-Laufwerk, ein hellerer Barcode mit größeren Abständen für ein Hitachi-Laufwerk. Der Barcode war meist auch bei ungeöffneten Kartons von außen erkennbar, eine hundertprozentige Garantie bot das Merkmal aber nicht.
Worin unterschieden sich Firmwareflash und SATA-Mod?
Der Firmwareflash ersetzte ausschließlich die Firmware des DVD-Laufwerks. Der SATA-Mod ging weiter und verbaute zwei von außen zugängliche Kabel, über die die Konsole dauerhaft mit einem PC verbunden werden konnte, um Firmware erneut aufzuspielen oder Spieledaten auszulesen. Bei Hitachi-Laufwerken musste dafür zusätzlich der Mode B aktiviert werden.